Diplomatie statt Rechthaberei - Historie

1-6 von 6
Sortieren:
  • Diplomatie statt Rechthaberei

    von Community Management , angelegt

    Ein Beitrag von Doro Link: https://publixphere.net/i/publixphere-de/user/Doro

    Es gab soz. einen Countdown für den Ausbruch der Gewalt in Kiew, den man seit Wochen verfolgen konnte. Deshalb ist es verwunderlich, dass die Politiker in unserem Land und in den anderen EU-Ländern erschrocken sind und nun eine Reise-Diplomatie entfalten, um zu retten, was zu retten ist.

    Schon auf der Münchner Sicherheitskonferenz hätte man sich mit den anwesenden russischen Politikern darauf verständigen müssen, einen Gewaltausbruch in der Ukraine zu verhindern. Eine weitere Gelegenheit wären informelle Gespräche mit der russischen Seite in der "weichen" Olympia-Atmossphäre in Sotschi gewesen. Aber da fuhr man ja nicht hin wegen der Menschenrechtsverletzungen in Rußland (als würden die Menschenrechte bei uns so lupenrein eingehalten!).

    Dass sich der Westen mit seinem Demokratie-Verständnis mit der Opposition in der Ukraine solidarisiert und eine stärkere EU-Anbindung des Landes unterstützt, ist verständlich, aber es ist z.Zt. undiplomatisch. Man hätte der Opposition klar machen müssen, dass man sie grundsätzlich unterstützt, aber dass eine Neuorientierung der Ukraine Richtung Westen nicht von jetzt auf gleich zu haben ist, dass sie nur in langsamen Schritten erfolgen kann, und dass der Weg dahin aus jeweils vorläufigen, auch aus mit Demonstrationen erkämpften Kompromissen mit der noch herrschenden Staatsmacht besteht. Man hätte die Opposition zur Mäßigung aufrufen müssen.

    Hier ist Joachim Gauck ein Vorwurf zu machen. Dass er aufgrund seiner Biographie den Freiheitsbegriff (Freiheit in der Gesellschaft, Freiheit in der Wirtschaft) als höchstes Gut propagiert und den Neoliberalismus vertritt, ist verständlich. Aber es ist situationsbedingt undiplomatisch. Es geht zur Zeit nicht um Rechthaberei, sondern um Pragmatismus, um Gewalteindämmung und das Setzen auf Zeit.

    Es wäre fatal, wenn dem Westen von der Opposition in der Ukraine der Vorwurf gemacht werden müßte: in Mali und in Somalia pflegt Ihr die Kultur der militärischen Einmischung, aber uns, die wir auf Euch gesetzt haben, laßt Ihr im Regen stehen. Und wenn der Westen so in Zugzwang geraten würde. Große Worte vom Bundespräsidenten Deutschlands , sich schnell und substantiell einzubringen, aber keine Einlösung dieser Worte! Die Opposition in der Ukraine könnte sich nach Gaucks martialischen Worten, auf die sie vertraut haben, verraten fühlen.

    Trotzdem, wenn es nicht schon zu spät ist, muss es endlich vernünftige Gespräche zwischen der EU und Rußland und Vertretern der Regierung und der Opposition in der Ukraine geben. Vielleicht wäre der Rahmen der OSZE dafür geeignet.

  • Diplomatie statt Rechthaberei

    von admin, angelegt

    Es gab soz. einen Countdown für den Ausbruch der Gewalt in Kiew, den man seit Wochen verfolgen konnte. Deshalb ist es verwunderlich, dass die Politiker in unserem Land und in den anderen EU-Ländern erschrocken sind und nun eine Reise-Diplomatie entfalten, um zu retten, was zu retten ist.

    Schon auf der Münchner Sicherheitskonferenz hätte man sich mit den anwesenden russischen Politikern darauf verständigen müssen, einen Gewaltausbruch in der Ukraine zu verhindern. Eine weitere Gelegenheit wären informelle Gespräche mit der russischen Seite in der "weichen" Olympia-Atmossphäre in Sotschi gewesen. Aber da fuhr man ja nicht hin wegen der Menschenrechtsverletzungen in Rußland (als würden die Menschenrechte bei uns so lupenrein eingehalten!).

    Dass sich der Westen mit seinem Demokratie-Verständnis mit der Opposition in der Ukraine solidarisiert und eine stärkere EU-Anbindung des Landes unterstützt, ist verständlich, aber es ist z.Zt. undiplomatisch. Man hätte der Opposition klar machen müssen, dass man sie grundsätzlich unterstützt, aber dass eine Neuorientierung der Ukraine Richtung Westen nicht von jetzt auf gleich zu haben ist, dass sie nur in langsamen Schritten erfolgen kann, und dass der Weg dahin aus jeweils vorläufigen, auch aus mit Demonstrationen erkämpften Kompromissen mit der noch herrschenden Staatsmacht besteht. Man hätte die Opposition zur Mäßigung aufrufen müssen.

    Hier ist Joachim Gauck ein Vorwurf zu machen. Dass er aufgrund seiner Biographie den Freiheitsbegriff (Freiheit in der Gesellschaft, Freiheit in der Wirtschaft) als höchstes Gut propagiert und den Neoliberalismus vertritt, ist verständlich. Aber es ist situationsbedingt undiplomatisch. Es geht zur Zeit nicht um Rechthaberei, sondern um Pragmatismus, um Gewalteindämmung und das Setzen auf Zeit.

    Es wäre fatal, wenn dem Westen von der Opposition in der Ukraine der Vorwurf gemacht werden müßte: in Mali und in Somalia pflegt Ihr die Kultur der militärischen Einmischung, aber uns, die wir auf Euch gesetzt haben, laßt Ihr im Regen stehen. Und wenn der Westen so in Zugzwang geraten würde. Große Worte vom Bundespräsidenten Deutschlands , sich schnell und substantiell einzubringen, aber keine Einlösung dieser Worte! Die Opposition in der Ukraine könnte sich nach Gaucks martialischen Worten, auf die sie vertraut haben, verraten fühlen.

    Trotzdem, wenn es nicht schon zu spät ist, muss es endlich vernünftige Gespräche zwischen der EU und Rußland und Vertretern der Regierung und der Opposition in der Ukraine geben. Vielleicht wäre der Rahmen der OSZE dafür geeignet.

  • Diplomatie statt Rechthaberei

    von admin, angelegt

    Es gab soz. einen Countdown für den Ausbruch der Gewalt in Kiew, den man seit Wochen verfolgen konnte. Deshalb ist es verwunderlich, dass die Politiker in unserem Land und in den anderen EU-Ländern erschrocken sind und nun eine Reise-Diplomatie entfalten, um zu retten, was zu retten ist.

    Schon auf der Münchner Sicherheitskonferenz hätte man sich mit den anwesenden russischen Politikern darauf verständigen müssen, einen Gewaltausbruch in der Ukraine zu verhindern. Eine weitere Gelegenheit wären informelle Gespräche mit der russischen Seite in der "weichen" Olympia-Atmossphäre in Sotschi gewesen. Aber da fuhr man ja nicht hin wegen der Menschenrechtsverletzungen in Rußland (als würden die Menschenrechte bei uns so lupenrein eingehalten!).

    Dass sich der Westen mit seinem Demokratie-Verständnis mit der Opposition in der Ukraine solidarisiert und eine stärkere EU-Anbindung des Landes unterstützt, ist verständlich, aber es ist z.Zt. undiplomatisch. Man hätte der Opposition klar machen müssen, dass man sie grundsätzlich unterstützt, aber dass eine Neuorientierung der Ukraine Richtung Westen nicht von jetzt auf gleich zu haben ist, dass sie nur in langsamen Schritten erfolgen kann, und dass der Weg dahin aus jeweils vorläufigen, auch aus mit Demonstrationen erkämpften Kompromissen mit der noch herrschenden Staatsmacht besteht. Man hätte die Opposition zur Mäßigung aufrufen müssen.

    Hier ist Joachim Gauck ein Vorwurf zu machen. Dass er aufgrund seiner Biographie den Freiheitsbegriff (Freiheit in der Gesellschaft, Freiheit in der Wirtschaft) als höchstes Gut propagiert und den Neoliberalismus vertritt, ist verständlich. Aber es ist situationsbedingt undiplomatisch. Es geht zur Zeit nicht um Rechthaberei, sondern um Pragmatismus, um Gewalteindämmung und das Setzen auf Zeit.

    Es wäre fatal, wenn dem Westen von der Opposition in der Ukraine der Vorwurf gemacht werden müßte: in Mali und in Somalia pflegt Ihr die Kultur der militärischen Einmischung, aber uns, die wir auf Euch gesetzt haben, laßt Ihr im Regen stehen. Und wenn der Westen so in Zugzwang geraten würde. Große Worte vom Bundespräsidenten Deutschlands , sich schnell und substantiell einzubringen, aber keine Einlösung dieser Worte! Die Opposition in der Ukraine könnte sich nach Gaucks martialischen Worten, auf die sie vertraut haben, verraten fühlen.

    Trotzdem, wenn es nicht schon zu spät ist, muss es endlich vernünftige Gespräche zwischen der EU und Rußland und Vertretern der Regierung und der Opposition in der Ukraine geben. Vielleicht wäre der Rahmen der OSZE dafür geeignet.

  • Diplomatie statt Rechthaberei

    von Community Management , angelegt

    Es gab soz. einen Countdown für den Ausbruch der Gewalt in Kiew, den man seit Wochen verfolgen konnte. Deshalb ist es verwunderlich, dass die Politiker in unserem Land und in den anderen EU-Ländern erschrocken sind und nun eine Reise-Diplomatie entfalten, um zu retten, was zu retten ist.

    Schon auf der Münchner Sicherheitskonferenz hätte man sich mit den anwesenden russischen Politikern darauf verständigen müssen, einen Gewaltausbruch in der Ukraine zu verhindern. Eine weitere Gelegenheit wären informelle Gespräche mit der russischen Seite in der "weichen" Olympia-Atmossphäre in Sotschi gewesen. Aber da fuhr man ja nicht hin wegen der Menschenrechtsverletzungen in Rußland (als würden die Menschenrechte bei uns so lupenrein eingehalten!).

    Dass sich der Westen mit seinem Demokratie-Verständnis mit der Opposition in der Ukraine solidarisiert und eine stärkere EU-Anbindung des Landes unterstützt, ist verständlich, aber es ist z.Zt. undiplomatisch. Man hätte der Opposition klar machen müssen, dass man sie grundsätzlich unterstützt, aber dass eine Neuorientierung der Ukraine Richtung Westen nicht von jetzt auf gleich zu haben ist, dass sie nur in langsamen Schritten erfolgen kann, und dass der Weg dahin aus jeweils vorläufigen, auch aus mit Demonstrationen erkämpften Kompromissen mit der noch herrschenden Staatsmacht besteht. Man hätte die Opposition zur Mäßigung aufrufen müssen.

    Hier ist Joachim Gauck ein Vorwurf zu machen. Dass er aufgrund seiner Biographie den Freiheitsbegriff (Freiheit in der Gesellschaft, Freiheit in der Wirtschaft) als höchstes Gut propagiert und den Neoliberalismus vertritt, ist verständlich. Aber es ist situationsbedingt undiplomatisch. Es geht zur Zeit nicht um Rechthaberei, sondern um Pragmatismus, um Gewalteindämmung und das Setzen auf Zeit.

    Es wäre fatal, wenn dem Westen von der Opposition in der Ukraine der Vorwurf gemacht werden müßte: in Mali und in Somalia pflegt Ihr die Kultur der militärischen Einmischung, aber uns, die wir auf Euch gesetzt haben, laßt Ihr im Regen stehen. Und wenn der Westen so in Zugzwang geraten würde. Große Worte vom Bundespräsidenten Deutschlands , sich schnell und substantiell einzubringen, aber keine Einlösung dieser Worte! Die Opposition in der Ukraine könnte sich nach Gaucks martialischen Worten, auf die sie vertraut haben, verraten fühlen.

    Trotzdem, wenn es nicht schon zu spät ist, muss es endlich vernünftige Gespräche zwischen der EU und Rußland und Vertretern der Regierung und der Opposition in der Ukraine geben. Vielleicht wäre der Rahmen der OSZE dafür geeignet.

  • Diplomatie statt Rechthaberei

    von Community Management , angelegt

    Es gab soz. einen Countdown für den Ausbruch der Gewalt in Kiew, den man seit Wochen verfolgen konnte. Deshalb ist es verwunderlich, dass die Politiker in unserem Land und in den anderen EU-Ländern erschrocken sind und nun eine Reise-Diplomatie entfalten, um zu retten, was zu retten ist.

    Schon auf der Münchner Sicherheitskonferenz hätte man sich mit den anwesenden russischen Politikern darauf verständigen müssen, einen Gewaltausbruch in der Ukraine zu verhindern. Eine weitere Gelegenheit wären informelle Gespräche mit der russischen Seite in der "weichen" Olympia-Atmossphäre in Sotschi gewesen. Aber da fuhr man ja nicht hin wegen der Menschenrechtsverletzungen in Rußland (als würden die Menschenrechte bei uns so lupenrein eingehalten!).

    eingehalten!)

    Dass sich der Westen mit seinem Demokratie-Verständnis mit der Opposition in der Ukraine solidarisiert und eine stärkere EU-Anbindung des Landes unterstützt, ist verständlich, aber es ist z.Zt. undiplomatisch. Man hätte der Opposition klar machen müssen, dass man sie grundsätzlich unterstützt, aber dass eine Neuorientierung der Ukraine Richtung Westen nicht von jetzt auf gleich zu haben ist, dass sie nur in langsamen Schritten erfolgen kann, und dass der Weg dahin aus jeweils vorläufigen, auch aus mit Demonstrationen erkämpften Kompromissen mit der noch herrschenden Staatsmacht besteht. Man hätte die Opposition zur Mäßigung aufrufen müssen.

    Hier ist Joachim Gauck ein Vorwurf zu machen. Dass er aufgrund seiner Biographie den Freiheitsbegriff (Freiheit in der Gesellschaft, Freiheit in der Wirtschaft) als höchstes Gut propagiert und den Neoliberalismus vertritt, ist verständlich. Aber es ist situationsbedingt undiplomatisch. Es geht zur Zeit nicht um Rechthaberei, sondern um Pragmatismus, um Gewalteindämmung und das Setzen auf Zeit.

    Es wäre fatal, wenn dem Westen von der Opposition in der Ukraine der Vorwurf gemacht werden müßte: in Mali und in Somalia pflegt Ihr die Kultur der militärischen Einmischung, aber uns, die wir auf Euch gesetzt haben, laßt Ihr im Regen stehen. Und wenn der Westen so in Zugzwang geraten würde. Große Worte vom Bundespräsidenten Deutschlands , sich schnell und substantiell einzubringen, aber keine Einlösung dieser Worte! Die Opposition in der Ukraine könnte sich nach Gaucks martialischen Worten, auf die sie vertraut haben, verraten fühlen.

    Trotzdem, wenn es nicht schon zu spät ist, muss es endlich vernünftige Gespräche zwischen der EU und Rußland und Vertretern der Regierung und der Opposition in der Ukraine geben. Vielleicht wäre der Rahmen der OSZE dafür geeignet.

  • Diplomatie statt Rechthaberei

    von Doro, angelegt

    Es gab soz. einen Countdown für den Ausbruch der Gewalt in Kiew, den man seit Wochen verfolgen konnte. Deshalb ist es verwunderlich, dass die Politiker in unserem Land und in den anderen EU-Ländern erschrocken sind und nun eine Reise-Diplomatie entfalten, um zu retten, was zu retten ist. Schon auf der Münchner Sicherheitskonferenz hätte man sich mit den anwesenden russischen Politikern darauf verständigen müssen, einen Gewaltausbruch in der Ukraine zu verhindern. Eine weitere Gelegenheit wären informelle Gespräche mit der russischen Seite in der "weichen" Olympia-Atmossphäre in Sotschi gewesen. Aber da fuhr man ja nicht hin wegen der Menschenrechtsverletzungen in Rußland (als würden die Menschenrechte bei uns so lupenrein eingehalten!) Dass sich der Westen mit seinem Demokratie-Verständnis mit der Opposition in der Ukraine solidarisiert und eine stärkere EU-Anbindung des Landes unterstützt, ist verständlich, aber es ist z.Zt. undiplomatisch. Man hätte der Opposition klar machen müssen, dass man sie grundsätzlich unterstützt, aber dass eine Neuorientierung der Ukraine Richtung Westen nicht von jetzt auf gleich zu haben ist, dass sie nur in langsamen Schritten erfolgen kann, und dass der Weg dahin aus jeweils vorläufigen, auch aus mit Demonstrationen erkämpften Kompromissen mit der noch herrschenden Staatsmacht besteht. Man hätte die Opposition zur Mäßigung aufrufen müssen. Hier ist Joachim Gauck ein Vorwurf zu machen. Dass er aufgrund seiner Biographie den Freiheitsbegriff (Freiheit in der Gesellschaft, Freiheit in der Wirtschaft) als höchstes Gut propagiert und den Neoliberalismus vertritt, ist verständlich. Aber es ist situationsbedingt undiplomatisch. Es geht zur Zeit nicht um Rechthaberei, sondern um Pragmatismus, um Gewalteindämmung und das Setzen auf Zeit. Es wäre fatal, wenn dem Westen von der Opposition in der Ukraine der Vorwurf gemacht werden müßte: in Mali und in Somalia pflegt Ihr die Kultur der militärischen Einmischung, aber uns, die wir auf Euch gesetzt haben, laßt Ihr im Regen stehen. Und wenn der Westen so in Zugzwang geraten würde. Große Worte vom Bundespräsidenten Deutschlands , sich schnell und substantiell einzubringen, aber keine Einlösung dieser Worte! Die Opposition in der Ukraine könnte sich nach Gaucks martialischen Worten, auf die sie vertraut haben, verraten fühlen. Trotzdem, wenn es nicht schon zu spät ist, muss es endlich vernünftige Gespräche zwischen der EU und Rußland und Vertretern der Regierung und der Opposition in der Ukraine geben. Vielleicht wäre der Rahmen der OSZE dafür geeignet.