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Die Privatisierung der Bahn ist gescheitert.


Ein Beitrag von Godehart

Gewinne, Gewinne, Gewinne! Das ist was die Bahn erwirtschaften soll. Der Bund als Eigentümer der Bahn presst jeden Cent aus dem Unternehmen. Die Kehrseite: chronische Unterbesetzung in allen Bereichen, Verspätungen, Zugausfälle, Chaos. Die Interessen der Bürger sind andere als die der Aktionäre. Mobilität sollte ein Grundrecht sein und die Bahn deswegen nicht privatisiert werden.


Kommentare

  • Was passiert denn mit den Gewinnen, die nicht zuletzt aus verzögerten Investitionen resultieren? Ich denke, sie sollten in eine gute, sichere und bezahlbare Bahn-Infrastruktur für alle gesteckt werden.

  • Sebastian ist dagegen
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    Ich glaube man muss hier etwas differenzierter argumentieren: Zum einen wird bei der Bahn seit Jahren nicht mehr von Privatisierung gesprochen. Wer Herrn Grube in den letzten Jahren zugehört hat, wird nicht vernommen haben, dass er die Bahn privatisieren möchte. Hier stimme ich zumindest soweit überein, dass ich für den Personenverkehr eine Privatisierung für wenig zielführend halte. In der Logistik/Güterverkehr ist das schon eine andere Frage. Evtl. ist hier in der Debatte die Liberalisierung des Schienenverkehrs gemeint. Diese ist meiner Meinung nach durchaus sinnvoll und betrifft ja auch nicht die Infrastruktur. Das diese chronisch unterfinanziert ist, steht ausser Frage und ist ein großes Problem. Die "Sonderdividende", die sich der Bund dabei seit einigen Jahren auszahlen lässt, ist in der Tat nur ein Taschenspielertrick, um das Budget für Investitionen in die Schieneninfrastruktur anderweitig wieder reinzuholen

  • Noch was: Aus der FDP gab es jetzt Wortmeldungen, die dafür plädieren, die Privatisierung noch zu beschleunigen, denn: Der Markt wird alles von selbst regeln und dann ginge es mit der Bahn auch wieder bergauf. Ich denke, die Bahn komplett den Aktionären zu überlassen ist wie einem Junkie den Schlüssel zum Medikamentenschrank zu geben. Zum mal es noch nicht ein einziges Beispiel dafür gibt, dass die Privatisierung einer staatlichen Bahn irgendwo erfolgreich war.

  • Die Gewinner steckt sich Ramsauer ein und repariert damit Bayerns Straßen - polemisch formuliert. Wahr ist, dass die Gewinne der Bahn dem Bund dienen um Haushaltslöcher zu stopfen. Die Regierung verhält sich mit ständig höheren Gewinnvorgaben dabei nicht anders als eine sog. Heuschrecke. Ist ja auch klar, Bahnfahrer sind ja meist untere und mittlere Einkommen und somit nicht das Wählerklientel von Schwarzgelb.