Mit dem Begriff Postwachstum kann ich nicht so viel anfangen, weil ich nicht grundsätzlich Wachstum überwinden will. Ich würde es begrüßen, wenn das globale Bevölkerungswachstum gebremst wird, die Umweltverschmutzung nicht weiter zunimmt oder auch Ressourcen geschont werden. Allerdings würde ich eine bessere Gesundheits- oder Pflegeversorgung genauso wenig ablehnen wie mehr öffentlichen Nahverkehr, schnellere Computer, sicherere Autos oder eben Wirtschaftswachstum im Allgemeinen.

Grob gesagt, werbe ich daher für ein alternatives Wachstum. Ich möchte Wirtschaftswachstum, aber durch eine Besteuerung von z.B. CO2-Ausstoß, Verpackungsmenge oder Benzin, soll die Wirtschaft so gelenkt werden, dass eine Verlagerung von umweltunverträglichen Gütern zu umweltverträglichen Gütern stattfindet.

Kurzes Beispiel: Ich habe hier bei PXP ja für die Klimaabgabe geworben, weil dann die verschmutzende Industrie, in dem Fall Kohlekraftwerksbetreiber, an den Kosten der Verschmutzung beteiligt werden und so die Produzenten wie auch die Kunden hin zu sauberer Energie gelenkt werden. Stattdessen wurde allerdings ein Paket verabschiedet, das paradoxerweise dazu führt, dass jetzt Öko-Stromkunden über ihre EEG-Umlage dafür mit bezahlen müssen, dass RWE etwas weniger Kohlestrom produziert.

www.mister-ede.de - Klimabeitrag von Kohlekraftwerken: Zwingt Kohle-Lobby Gabriel in die Knie?