Bei der Repräsentanz haben Sie natürlich schon recht, dass z.B. beim Thema Islam in einer Talkshow ein Muslim als Gesprächspartner nicht unpassend wäre. Allerdings ist das ja schon meistens der Fall und ich finde es halt auch völlig in Ordnung, wenn sich im Fernsehen auch mal ein Gastgeber nur Ulrich Kienzle einlädt um über den Islam bzw. den Nahen Osten zu sprechen oder auch wenn sich Doro und ich hier bei pxp über den Islam unterhalten. In beiden Fällen wird ja nichts über die Köpfe anderer hinweg entschieden, sondern man tauscht sich ja nur aus, und dazu braucht es zunächst ja eigentlich nur zwei Leute.

Was die Offenheit anbelangt, ist es halt immer schwierig, in die Köpfe der Menschen zu schauen. Will z.B. jemand sein Buch vermarkten und hat deshalb eine provokante These? Aus dem Dilemma kommt man nicht heraus, aber eine Redaktion kann ihre Gäste da ja schon auch entsprechend auswählen.

Mir geht es aber hauptsächlich darum, dass ich nicht glaube, dass es wirklich so kompliziert wäre, den Zuschauer einzubinden, das geht ja z.B. auch im Vorfeld im Netz, und dass ich davon durchaus einen Mehrwert für eine Talksendung erwarten würde. Ich fände also eine stärkere Einbindung der Zuschauer auf jeden Fall besser, als jetzt immer einen einzelnen „Normalbürger“ einzuladen, der z.B. persönlich von dem diskutierten Thema betroffen ist.